Date: 13. Mai 2013

Author: Nicole Jansen van Rosendaal

Tags: , , , , , ,

No Comments »

Burn-Out durch Solonummer – Nici allein im Büro geht ins Home-Office.

Der 3.Tag „Allein im Büro“ fühlte sich seelisch grausam an.
Das ist wie bei einer Diät – es kotzt dich komplett an und du würdest am liebsten alles hinschmeißen. Mein persönliches Burn-Out durch anonym allein gelassen ohne Menschenkontakt mit allen Sinnen. Nur Maschinengeräusche, ab und zu ein Fremdling am Ohr, meine Kollegen in Form mehrerer E-Mails unterwegs und das Google+ Hang-Out still und leise, da mein Job in der Administration nicht täglicher Absprachen mit Projektmanagern oder Kreativen bedarf. Was kann ich tun, dass ich aus dieser Solonummer rauskomme?

„Troien“. Meine Rettung: Troi! Unser online-basiertes Datenverarbeitungstool. Dadurch war auch ich in der Lage in meinem digitalen, halbanalogen Bereich mir Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Lieferantenrechnungen kann ich auch von zu Hause in Troi einbuchen, neue Kontakte recherchieren und einpflegen für unsere aktuelle Akquise-Aktion ebenfalls. Heißt mein Dreh-und Angelpunkt im Home-Office ist TROI und natürlich auch meine Firmen-Accounts um meine E-Mails oder Kontostände abzurufen.

Also entschloss ich mich für den 4. und 5.Tag ebenfalls für das Home-Office. Demotiviert verließ ich die Firma am Abend des 3. Tages „Nici allein im Büro“ und schrieb allen Kollegen noch eine hysterische Info-E-Mail, denn ich hatte einen kompletten Hang-Over – nicht zu verwechseln mit dem menschenverbindenden Google+ Hang-Out.

Gespannt auf meine Wahrnehmungen im Home-Office hüpfte ich hoch motiviert am 4. Tag aus meinem Bett. Innere Gedankenwelt: was machst du jetzt als erstes? E-Mails checken? Ok! 7:00 ist natürlich außer HZ noch keiner online. Zeitgewinn 40 Minuten Fahrzeit; einfach – und somit 40 Km Benzinkosten gespart täglich, wie umweltfreundlich!

Entschluss für die gewonnene Zeit: eine Waschmaschine bei 40°C arbeiten lassen und erst mal eine Runde Joggen gehen. Nach dem Joggen reger E-Mail- Austausch. Wäsche holen und auf Balkon aufhängen. Während einzelne Kleidungstücke aufgehängt werden immer wieder E-Mails checken ob Antwort. Leichtes Chaos. Fehlende Übung.

1. Erziehungsmaßnahme: du konzentrierst dich jetzt auf das Wäsche aufhängen und erst dann checkst du deine E-Mails. Oder umgekehrt? Nein, Wäsche muss trocknen.
2. Erziehungsmaßnahme: du musst nicht sofort erwarten, dass du gleich eine Antwort bekommst und auch du musst nicht sofort antworten!
Ich bekomme ein schlechtes Gewissen. Ok. Du bist das einfach nicht gewöhnt.

Um 14:00 Google+ Hang-Out mit Kollegen. Man konnte mich nicht hören. Mein Micro ging nicht. Wenn Technik versagt oder nicht mag, mag ich erst recht nicht mehr…

Fazit: Nein, es hat mir nicht wirklich gefallen in meinem Home-Office. Mir fehlen Übung, Routine, aber vor allem die Menschenkontakte und zwar l i v e.

Leave a Comment